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Orchideen umtopfen: Wann ist es wirklich nötig?

Orchideen umtopfen wird oft als Pflichtprogramm alle 2-3 Jahre propagiert – doch ist das wirklich notwendig? Viele Orchideenbesitzer verunsichert dieser weit verbreitete Ratschlag, dabei zeigt die Praxis: Gesunde Phalaenopsis können deutlich länger im selben Substrat gedeihen. In diesem Artikel erfahren Sie, wann das Umtopfen Ihrer Orchidee wirklich sinnvoll ist und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen. Sparen Sie sich unnötige Umtopf-Aktionen und lernen Sie die wahren Signale Ihrer Orchidee zu deuten.

Damit herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag.

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In Einschlägigen Büchern und Webseiten, aber auch bei einigen Orchideen Gärtnereien, hört und liest man den Tipp, dass Orchideen alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden müssten. Teilweise sogar jedes Jahr.

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Doch muss das wirklich sein? und

Warum sollten Orchideen umgetopft werden?

Die meisten Orchideen sind mit Pinienrinde in Kunststofftöpfe gepflanzt. Pinienrinde ist in erster Linie ein Material, dass schnell abtrocknen kann, aber auch Wasser wie ein Schwamm aufsaugen kann. Je nachdem wie nass Pinienrinde gehalten wird zersetzt sich diese sehr schnell. Je nachdem wie nass Orchideenwurzeln gehalten werden zersetzen sich diese ebenfalls sehr schnell.

Wenn Du jetzt also eine Orchidee zu oft gießt, dann führt das genau zu dem Problem, dass das Substrat und die Orchideenwurzeln sich zu schnell zersetzen. Auch die Raumtemperatur ist ein wichtiger Faktor, der dafür sorgt, wie gut es deiner Orchidee geht.

Wenn sie auf Grund der richtigen Kombination aus Temperatur, Gießrhythmus und Licht ideal wachsen kann, dann wird ein Umtopfen sehr lang nicht notwendig sein.

Die Orchidee wächst aus dem Topf!

Na und? Das ist in erster Linie Grund zu Freude. Solang eine Orchidee wächst, ohne, dass sie irgendwelche Gesundheitlichen Probleme hat, die Wurzeln und Blätter stets knackig und gesund sind, dann ist dies kein Grund für eine Umtopf-Aktion.

Siehe auch  Wurzelfäule Orchidee: Erkennen, behandeln & vorbeugen

Im Internet liest man immer, dass solche Orchideen umgetopft werden müssen und noch besser ein Wurzelschnitt durchgeführt werden sollte. Echt jetzt?

Die Orchidee wächst doch zuverlässig, ist gesund und hat zahlreiche Wurzeln. Macht unter Umständen sogar einen Blütentrieb und alles was als Tipp gegeben wird ist, dass diese Orchidee umgetopft werden soll. Weil macht man ja immer schon so und dann sollte man einen Wurzelschnitt machen, weil dann das Wunder passiert, dass die Orchidee danach extrem viele Wurzeln bildet.

Übrigens ist diese wahnsinnige Reaktion auf den Wurzelschnitt, nur eine panische Reaktion darauf, dass verlorengegangene wiederherzustellen.

Wann soll ich den dann Umtopfen?

Wie ich eingangs geschrieben habe, kann sich das Substrat und die Wurzeln durch falsche Pflege schnell zersetzen. Dann ist es natürlich ein Grund, die Orchidee umzutopfen. Doch solang es der Pflanze gut geht und sie am wachsen und gedeihen ist, sollte nicht umgetopft werden. Nur weil wir meinen, dass müssen wir machen, heißt es nicht, dass es der Pflanze gut tut.

Fazit zum Thema Umtopfen

In der IT oder bei mechanischen Geräten gibt es den Spruch „Never change a running System“, genau so funktioniert es auch in der Natur. Sicherlich ist eine Fensterbank weit entfernt von natürlichen Bedingungen. Doch sobald eine Methode, eine Kombination aus Standort, Substrat, Gießen und Temperatur bei Euch funktioniert, dann lasst es solange laufen, bis irgendeine sichtbare Grenze erscheint und dann entscheidet ob Umtopfen sinnvoll ist. Solang sich die Orchidee wohlfühlt und wächst und sie vielleicht aus dem Topf wächst, dann lass sie so wachsen, wie sie es für sich entschieden hat. Klingt komisch ist aber natürlich.

Siehe auch  Cattleya zum Blühen bringen: Bewährte Pflegetipps
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