Klebrige Tropfen an der Orchidee? Dieser Fehler wird teuer
Klebrige Tropfen an Blättern oder Blüten bedeuten nicht automatisch Schädlingsbefall. Orchideen können selbst süße Flüssigkeit ausscheiden – doch Honigtau von Schildläusen oder anderen Schädlingen sie

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Manchmal bilden sich auf den Blättern oder am Blütentrieb einer Orchidee durchsichtige, klebrige Tropfen. Sie sind süß, denn es handelt sich um zuckerhaltigen Pflanzensaft. Dafür gibt es zwei ganz unterschiedliche Ursachen, und die sollte man auseinanderhalten.
Ursache Schädlinge
Schaut zuerst unter die Blätter. Läuse stechen das Blatt an und saugen den Saft heraus. Was sie zu viel aufnehmen, scheiden sie wieder aus, und diese zuckerhaltigen Tropfen landen auf der Pflanze. In diesem Fall müssen die Schädlinge aktiv bekämpft werden. Am einfachsten wischt man sie mit einem Mikrofasertuch oder stabilem Küchenkrepp ab, das keine Fusseln hinterlässt. Wer zusätzlich ein Mittel einsetzen möchte, nimmt ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel. Die befallene Pflanze stellt man am besten getrennt von den anderen, damit sich die Schädlinge nicht ausbreiten.
Ursache Pflanze selbst
Die Tropfen können auch ohne Schädlinge entstehen. Das passiert zum Beispiel, wenn der Wurzelbereich deutlich wärmer ist als die umgebende Luft und die Luftfeuchtigkeit gleichzeitig hoch ist. Unter diesen Bedingungen funktioniert der normale Wassertransport in der Pflanze nicht passiv, sie muss ihn aktiv steuern und scheidet dabei selbst zuckerhaltige Tropfen aus. Das ist ein natürlicher Vorgang und kein Grund zur Sorge.
Kapitel im Video
- 00:00 Warum klebt die Orchidee?
- 00:25 Natürliche süße Tropfen
- 01:00 Wann Klebrigkeit zum Warnsignal wird
- 01:35 Schildläuse und andere Schädlinge prüfen
- 02:15 Honigtau von Pflanzensaft unterscheiden
- 02:45 Reinigen und richtig handeln
- 03:05 Schnellcheck zum Schluss
